Projekt zur Unterstützten Kommunikation (UK)
Kommunikation ohne Grenzen – Bedarfsanalyse zur Unterstützten Kommunikation (UK) für Familien mit nonverbalen Kindern
Worum es geht
Kommunikation ist ein Menschenrecht und ein menschliches Grundbedürfnis. Doch noch immer werden Sprechstörungen und Sprachbarrieren oft nicht mitgedacht. Das Projekt zielt darauf ab, die Kommunikationsbedarfe nonverbaler Kindern mit Behinderungen und deren Familien durch eine umfassende Bedarfsanalyse zu erfassen. Damit schaffen wir die Grundlage für eine bessere Unterstützung, mehr Sichtbarkeit und nachhaltige Lösungen im Bereich der Unterstützten Kommunikation (UK).
Warum das Projekt wichtig ist
Kinder, die nicht oder nur eingeschränkt sprechen können, erleben häufig erhebliche Barrieren, die ihre soziale, emotionale und kognitive Entwicklung beeinträchtigen können. Ohne geeignete Unterstützung können sich Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache auch negativ auf ihre psychische Entwicklung auswirken. Gleichzeitig stehen ihre Familien oft vor großen Herausforderungen, und wünschen sich mehr Orientierung darüber, wie sie ihre Kinder am besten fördern und unterstützen können. Denn obwohl es verschiedene Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation gibt, sind diese in der Praxis oft nicht ausreichend bekannt, an die Lebensrealitäten der Familien angepasst und schwer zugänglich. Viele Angebote bleiben daher ungenutzt.
Um wirksame und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, ist es entscheidend, die individuellen Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien besser zu verstehen.
Unsere Ziele
Mit der Bedarfsanalyse möchten wir:
- die konkreten Kommunikationsbedarfe von Familien erfassen und sichtbar machen
- bestehende Versorgungslücken und Barrieren identifizieren
- vorhandene Unterstützungsangebote besser verständlich machen
- Fachkräfte, Familien und Organisationen stärker vernetzen
- die Öffentlichkeit für Unterstützte Kommunikation sensibilisieren
Die Ergebnisse bilden die Grundlage für zukünftige Projekte und praktische Lösungen, beispielsweise einen Leitfaden für Familien und Fachkräfte.
Was im Projekt passiert
1. Zuhören und Verstehen
- Online-Befragung von Familien und jungen Menschen mit Alltagsexpertise
- Wissensaustausch mit Fachkräften aus Therapie, Pädagogik und Beratung
- Auswertung nationaler und internationaler Studien
2. Austausch und Vernetzung
- Online-Treffen mit Familien, jungen Menschen, die unterstützt kommunizieren sowie Fachkräften
- Raum für Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen
3. Informieren und Sensibilisieren
Social‑Media-Kampagne rund um Unterstützte Kommunikation mit praxisnahen Inhalten und Einblicken in den Alltag von Familien
4. Ergebnisse sichern
Zusammenführung aller Erkenntnisse und Ableitung konkreter Handlungsbedarfe als Grundlage für weiterführende Maßnahmen und Projekte
Wer mitmachen kann
Das Projekt richtet sich an:
- Familien mit Kindern, die nicht oder eingeschränkt sprechen und an Jugendliche und junge Erwachsene, die selbst unterstützt kommunizieren
- Fachkräfte aus Therapie, Pädagogik, Medizin, Beratung und Assistenz
- Interessierte und Multiplikator:innen
Ihre Erfahrungen helfen uns, ein realistisches Bild der aktuellen Situation zu zeichnen.
Nur so können wir langfristig bessere Unterstützungsangebote entwickeln.
Ein Projekt gefördert durch die KKH - Kaufmännische Krankenkasse
Abschließend sprechen wir der KKH - Kaufmännischen Krankenkasse - unseren ausdrücklichen Dank für die Förderung und Unterstützung aus, durch die dieses Projekt ermöglicht wurde.