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knw Kindernetzwerk e.V.
Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern und jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen

Wir stellen unsere Forderungen vorknw trifft Dusel

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Es ist nicht leicht in Pandemiezeiten Kontakte zu halten. Umso erfreulicher, dass im Sommer ein Treffen mit dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Dusel, stattfinden konnte.

Dr. Annette Mund, Vorsitzende des Kindernetzwerks (knw) und Kathrin Jackel-Neusser, knw-Geschäftsführerin, stellten auch gleich ihre Forderungen aus der Petition des ,,Aktionsbündnis' für bedarfsgerechte Heil- und Hilfsmittelversorgung" (zum Download verfügbar) und weitere Forderungen unserer Mitglieder vor.

Jürgen Dusel ist mit der Problematik, die viele pflegende Angehörige mit dem Medizinischen Dienst haben, gut vertraut. Er konnte daher vor allem die Forderung gut nachvollziehen, dass Prüfungen dann eingespart werden müssen, wenn Hilfsmittel aus einer spezialisierten Einrichtung oder Klinik bzw. einem SPZ verordnet wurden. Dass sich beispielsweise Eltern für die Mengen an Windeln, die sie benötigen, immer wieder neu rechtfertigen, also immense Bürokratie für andere Hilfsmittel auf sich nehmen müssen, zusätzlich zu ihrem aufreibenden Alltag, ist beschämend.
Mit großem Interesse hörte er auch die Ausführung von Dr. Annette Mund zu den Fehlentwicklungen durch die generalistische Pflege an: Die führte dazu, dass zunehmend weniger Kinderkrankenpflegefachkräfte zur Verfügung stehen, mit dramatischen Auswirkungen für die Versorgung der Jüngsten. Auch forderte unsere Vorsitzende, die neben ihrem Amt selbst junge Menschen pflegt, eine schnelle Offensive zur Aufwertung der Pflege.

Der Behindertenbeauftragte zeigte sich empathisch und kämpferisch. So setze er sich momentan für echte Barrierefreiheit in den Arztpraxen und anderen Versorgungseinrichtungen ein, außerdem für mehr spezifisches Fachwissen zum Thema Behinderung in der Hebammen- und Medizinerausbildung.

Verständnis zeigte er auch für die Forderung des Kindernetzwerks nach einer besseren Kompensation bei der Rente für pflegende Angehörige, da gerade pflegende Mütter von Altersarmut betroffen sind.

Das Gespräch und die lange Anreise unserer Vorsitzenden lohnten sich sehr, wir verabredeten, weiter in engem Austausch zu bleiben, auch mit dem Mitarbeiterstab nach der Bundestagswahl.